Die Stellung der Urheber*innen und ausübenden Künstler*Innen in der Verwertungskette der Kultur- und Kreativwirtschaft muss gestärkt werden, darüber herrscht zumindest in weiten Teil der Politik mittlerweile Konsens. Wie schon bei den Konferenzen der vergangenen Jahre sollen auf der 5. Urheberrechtskonferenz der Initiative Urheberrecht konkrete Ideen für die Entwicklung, auch der internationalen Rechtsrahmen, erörtert werden, um dieses Ziel zu erreichen. Besonders die Verantwortung der Intermediäre und der Politik soll in diesem Zusammenhang diskutiert werden.

Im November 2017 wird es eine neue Regierung und einen neuen Bundestag in Deutschland geben. Die Entwicklungen in Europa – und auch den USA – sollten nach Meinung der Initiative Urheberrecht gerade von deutscher Seite aus sehr aufmerksam begleitet werden.

Die am 20. November 2017 stattfindende ganztägige Konferenz in der Akademie der Künste am Pariser Platz hat als einen Schwerpunkt die deutsche wie auch die französische Urheberrechtspolitik. Sie waren und sind in vielen Fällen wegweisend für die europäische Politik. Diese beiden Rechtsrahmen sollen aufgrund der aktuellen Lage in Brüssel in diesem Herbst analysiert und verglichen werden.

Zur Verantwortung der Plattformen nach geltendem US-Recht konnte die international renommierte Juristin Prof. Jane Ginsburg (Columbia University) für einen Vortrag gewonnen werden.

In den Vorjahren wurden immer wieder in Keynotes und auf Panels konkrete Vorstellungen und Ideen für die Zukunft entwickelt, so z.B. die Idee der Professoren Leistner und Metzger, die zu Beginn des Jahres 2017 eine erstmals auf der Konferenz der Initiative Urheberrecht vorgestellte Lösung der Plattformproblematik in der FAZ vorstellten:
www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gema-youtube-wie-sich-urheberrechts-streit-schlichten-liesse-14601949.html. Der Vorschlag wurde in der Folge auch von Abgeordneten des EU-Parlaments diskutiert. In diesem Jahr soll der Fokus weiterhin auf der EU-Urheberrechtsreform liegen, hierzu konnten schon die MdPs Ehler und Kammerevert gewonnen werden (beide Berichterstatter bei entscheidenden Berichten). Andere hochrangige Politiker*innen und Wissenschaftler*innen sind angefragt, ebenso Vertreterinnen und Vertreter der Kulturindustrie wie z.B. aus der Musikwirtschaft.

Für die Konferenz ist die Initiative Urheberrecht eine Kooperation mit der ALAI eingegangen. Die ALAI Deutschland e.V. ist die Deutsche Landesgruppe der Association Littéraire et Artistique Internationale mit Sitz in Paris, die von Victor Hugo gegründet wurde und weltweit agiert. Ziel der ALAI ist es, für einen angemessenen und internationalen Schutz der Rechte der Urheber*innen einzutreten, sowie die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet des nationalen und internationalen Urheberrechts zu fördern.